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Fachweiterbildung in der Anästhesie- und Intensivpflege

Wir wollen unseren Pflegefachkräften, die im Bereich der Anästhesie oder auf Intensivstationen arbeiten, das Handwerkszeug mitgeben, um den wachsenden Anforderungen in diesen Bereichen gut geschult entgegentreten zu können. Gleichzeitig wollen wir natürlich auch unseren Patienten eine optimale pflegerische Versorgung bieten. Aus diesem Grund bieten wir unseren Mitarbeitern die Möglichkeit eine Fachweiterbildung im Bereich der Anästhesie- und Intensivmedizin zu absolvieren - an unserer hauseigenen Weiterbildungsstätte in Kooperation mit dem Klinikum Dortmund.

Pflegefachkräfte aus externen Einrichtungen sind uns natürlich ebenso willkommen.

Entwicklung der Weiterbildungsstätte

Mit den ständig wachsenden Anforderungen in der Intensivmedizin und -pflege begann 1983 mit der Anerkennung der Weiterbildungsstätte durch die Deutsche Krankenhausgesellschaft der erste Lehrgang in der Fachkrankenpflege für Anästhesie und Intensivmedizin. Seit der landesrechtlichen Neuregelung der Weiterbildungs- und Prüfungsverordnung und der staatlichen Anerkennung der Weiterbildungsstätte haben das St.-Johannes-Hospital und das Klinikum Dortmund einen Kooperationsvertrag abgeschlossen und führen seit 1996 Lehrgänge gemeinsam durch.

Diese Kooperationsgemeinschaft hat inzwischen mit mehr als 20 weiteren Krankenhäusern einen Verbund geschlossen, sodass alle klinischen Disziplinen auf intensivmedizinischen und anästhesiologischen Sektor das Fundament für eine umfassende Weiterbildung bieten.

Berufspädagogisches Konzept

Da die Weiterbildung für Intensivpflege und Anästhesie einen wesentlichen Beitrag zur Qualitätsverbesserung in der pflegerischen Versorgung der Bevölkerung leistet, beruht die Zielsetzung der Weiterbildungsstätte in der Förderung von Teilnehmern bzgl. des beruflichen Selbstverständnisses und in der Förderung der beruflichen Handlungskompetenz für die Intensivpflege und Anästhesie. Traditionelle und neue Handlungsmöglichkeiten des Berufes sollen kritisch bewertet und angemessen angewendet werden. Unter Berücksichtigung aktueller Bezugswissenschaften folgt der theoretische und praktische Unterricht dem Prinzip der Erwachsenenbildung und der themenzentrierten Weiterbildung. Er wird gestaltet von Experten aus Pflege, Pflegepädagogik und - wissenschaft, Medizin, Recht, Betriebswirtschaft, Hygiene, Psychologie und anderen Disziplinen.

Ziele der Weiterbildung

Die Weiterbildung zur Fachgesundheits- und Krankenpflegerin, zum Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie soll entsprechend dem allgemein anerkannten Stand pflegewissenschaftlicher, medizinischer und weiterer bezugswissenschaftlicher Erkenntnisse fachliche, personale, soziale und methodische Kompetenzen zur eigenverantwortlichen Pflege von Menschen in unterschiedlichen Handlungssituationen vermitteln, deren Gesundheit aktuell und potentiell lebensbedrohlich beeinträchtigt ist. Dabei sind die Selbständigkeit und die Selbstbestimmung der Menschen ebenso zu berücksichtigen wie ihre familiären, sozialen und kulturellen Bezüge

Unter Berücksichtigung eines engen Theorie-Praxis Bezuges sollen die Teilnehmer lernen Pflegesituationen im Sinne einer patientenorientierten Pflege zielorientiert und rational begründet zu gestalten. Insbesondere ist die Weiterbildung gerichtet auf 4 Lernbereiche:

  1. Fallsteuerung im Sinne von Bezugspflege,
  2. Professionelles Handeln in komplexen Pflegesituationen,
  3. Prozesssteuerung,
  4. Steuerung des eigenen Lernens.

Lehrgangsverlauf / Leistungen

Die Weiterbildung wird in modularer Form in berufsbegleitenden Lehrgängen mit einer Dauer von zwei Jahren mit dem Weiterbildungsschwerpunkt „Intensivpflege und Anästhesie“ durchgeführt. Sie besteht aus theoretischer und aus praktischer Weiterbildung unter Anleitung.

Theoretische Weiterbildung

Die theoretische Weiterbildung umfasst mindestens 720 Stunden à 45 Minuten. Der Unterricht ist für zwei Jahre im Voraus in Form von Studienwochen und -tagen geplant. Die genaue Verteilung der Unterrichtstage liegt zu Beginn des Lehrgangs vor.

Die Module beinhalten folgende Themen

Lernbereich 1: Fallsteuerung im Sinne von Bezugspflege
1.1   Beziehungsgestaltung
1.2   Fallsteuerung

Lernbereich 2: Professionelles Handeln in komplexen Pflegesituationen

2.1 Professionelles Handeln in komplexen Pflegesituationen mit bewusstseins-, wahrnehmungs- und entwicklungsbeeinträchtigten Menschen
2.2 Professionelles Handeln in komplexen Pflegesituationen mit atmungsbeeinträchtigten Menschen
2.3 Professionelles Handeln in komplexen Pflegesituationen mit herzkreislaufbeeinträchtigen Menschen
2.4 Professionelles Handeln in komplexen Pflegesituationen mit abwehrgeschwächten und an Infektionen leidenden Menschen
2.5 Professionelles Handeln in komplexen Pflegesituationen mit bewegungsbeeinträchtigten Menschen
2.6 Professionelles Handeln in komplexen Pflegesituationen mit Menschen mit Beeinträchtigung der Ernährung, der Ausscheidung und des Stoffwechsels
2.7 Professionelles Handeln im prä-, intra- und postoperativen Umfeld

 

Lernbereich 3: Prozesssteuerung
3.1   Projektmanagement
3.2   Personalführung und –anleitung

Lernbereich 4: Steuerung des eigenen Lernens
4.1   Eigene Lernwege gestalten

 
 

Praktische Weiterbildung

Die praktische Weiterbildung umfasst mindestens 1.200 Stunden unter direkter Anleitung à 60 Minuten, davon mindestens

  • 400 Stunden in der internistischen/neurologischen Intensivpflege
  • 400 Stunden in der operativen Intensivpflege
  • 400 Stunden in der Anästhesie


sowie weitere praktische Einsätzen in der Intensivpflege und Anästhesie. Die Einsatzplanung liegt zu Beginn der Weiterbildung vor und wird den Teilnehmern sowie den angeschlossenen Abteilungen zugestellt. Die praktische Weiterbildung wird durch Mentoren und durch weitere fachexaminierte Mitarbeiter der Einsatzstellen begleitet.

Modulprüfungen / Abschlussprüfungen

Während der Weiterbildung absolvieren die Teilnehmer 11 Modulprüfungen, die von der Weiterbildungsstätte benotet werden. Die Prüfungsanforderungen sind auf die Inhalte der Lehrveranstaltung und auf die Kompetenzen adaptiert, die aufgrund der Weiterbildungsverordnung für das betreffende Modul vorgesehen sind.

Die Modulprüfungen beinhalten schriftliche Klausurarbeiten mit einer Bearbeitungszeit von maximal 90 Minuten oder einer mündliche Prüfung von maximal 30 Minuten oder einer schriftliche Hausarbeit von maximal 15 Seiten oder einer praktische Prüfung. Jede Prüfungsform wird mindestens einmal im Rahmen des Lehrgangs angewendet werden.

Eine Modulprüfung ist bestanden, wenn in der Prüfung eine mindestens ausreichende Leistung erzielt wurde. Die Prüfung eines nicht bestandenen Moduls kann einmal wiederholt werden. Über Zeitpunkt und Inhalt der Wiederholungsprüfung entscheidet die Weiterbildungsstätte. Die Wiederholungsprüfung muss spätestens innerhalb von sechs Monaten nach der ersten Prüfung abgeschlossen sein. Die Noten der Modulprüfungen bilden 50% der Abschlussnote.

Die Abschlussprüfungen beginnen frühestens 8 Wochen vor Ende des Lehrgangs und gliedern sich in eine praktische und mündliche Prüfung. Beide Prüfungen müssen mit mindestens ausreichend bewertet werden. Beide Ergebnisse fließen zusammen mit 50% in die Abschlussnote ein.

Der für den Lehrgang und für die staatliche Abschlussprüfung aufzuwendende Arbeitsaufwand wird durch Credits entsprechend dem ECTS – System (European Credit Transfer System) beschrieben. Insgesamt werden 120 Credits (1 Credit = 26,66 Stunden) vergeben, die auf die Module und auf die staatliche Abschlussprüfung verteilt werden.

Urlaubs- und Fehlzeitenregelung

Über die Weiterbildungsstätte werden für den jeweiligen Lehrgang Urlaubszeiten fest geplant. Darüber hinausgehende Urlaubszeiten obliegen der Absprache des Teilnehmers mit den jeweiligen Leitungen der Einsatzorte. Auf die Weiterbildung werden Fehlzeiten bis zu höchstens 10% der jeweiligen Mindeststundenzahl der theoretischen und praktischen Weiterbildung angerechnet.

Auf Antrag kann der Vorsitz des Prüfungsausschusses auch darüber hinausgehende Fehlzeiten auf die Weiterbildung anrechnen, soweit eine besondere Härte vorliegt und das Weiterbildungsziel durch die Anrechnung nicht gefährdet wird.

Zulassungsvoraussetzungen nach § 4 WeiVIAPfl

Die Zulassung zur Weiterbildung ist geregelt nach der Weiterbildungs- und Prüfungsverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen. Voraussetzung für eine Weiterbildung nach dieser Verordnung ist die Berechtigung, eine der in § 1 Abs. 1 Nrn. 1 oder 2 des Krankenpflegegesetzes genannten Berufsbezeichnungen zu führen.

Dem Antrag sind beizufügen:

  1. Lebenslauf mit Lichtbild,
  2. die Nachweise der Voraussetzungen nach § 4 (Zeugnis des Krankenpflegeexamens sowie Nachweis der gültigen Berufserlaubnis)


Der Antrag auf Zulassung ist zu richten an die Leitung der Weiterbildungsstätte.

Beginn der Lehrgänge: Die Lehrgänge zur Fachweiterbildung Anästhesie- und Intensivpflege starten jeweils am 1. April

  • am St. Johannes-Hospital in den geraden Jahren: 2018, 2020, 2022 usw.
  • am Klinikum Dortmund in den ungeraden Jahren: 2019, 2021, 2023 usw.

 

Ihr Ansprechpartner ist:

Dietmar Stolecki
Leiter des Referates Fort- und Weiterbildung
Telefon: 0231 1843-31260
dietmar.stolecki@joho-dortmund.de